Fangberichte

Der Bärensee

Ich, Niklas Kühnel (15) befischte im August 2014 den Bärensee im Hunsrück.
Bei dieser Session erlebte ich wahre Sternstunden, die das Karpfenanglerherz höher schlagen lassen. Lesen Sie hier, wie ich meinen neuen Personal Best und weitere fantastische Fänge machte! Viel Spaß beim Lesen.

Vorgeschichte
baerNachdem ich zuvor hauptsächlich mein Vereinsgewässer befischt hatte, wollte ich allmählich ein neues Gewässer kennenlernen ohne gleich in den Süden Frankreichs fahren zu müssen.
Als ich dann einen Tipp von meinem Lieblingshändler Uwe bekommen hatte, stand das Gewässer fest. Der Volkenbacher Weiher, besser bekannt als Bärensee! Zu Weihnachten 2013 bekam ich von meinem Vater eine Woche Angelurlaub für dieses Gewässer geschenkt.

Allgemeine Informationen
Der Bärensee wird vom Angelshop Carp- Corner gepachtet und jeweils in Wochenschritten an Angler vermietet. Der See liegt mitten im schönen Hochwildschutzpark Hunsrück, zirka 1 Stunde von Frankfurt am Main entfernt, das heißt aber nicht, das man die ganze Zeit von Besuchern des Parks genervt wird, denn der Angelplatz liegt etwas abgelegen vom Spazierweg. Der See hat eine Wasserfläche von 5,5 Hektar und hat eine Tiefe zwischen 50 und 430 Zentimetern. Es gibt zwei Holzstege um jeweils ein Rodpod aufstellen zu können. Es gibt einige Regeln, die man zum Fischen am Bärensee beachten muss! Unter anderem darf man nur mitBarbless Haken angeln, die Verwendung von Tigernüssen, Frolic und Kartoffeln zum Füttern oder als Hakenköder ist nicht gestattet, das Hältern der gefangenen Fische ist verboten und es sind drei Ruten pro Person erlaubt. Die Hütte, die am Angelplatz steht ist wie folgt ausgestattet. Es gibt Zwei Matratzen zum Schlafen, einen Gaskocher, ein Tisch mit Bänken, einen Vorbau der Hütte um Köder, Eimer etc. abzustellen und diverse Speisekarten von Pizzerien, Dönerbuden usw. um Essen zu bestellen, dass bis vor das Tor des Parks geliefert werden kann. Um auf die Toilette gehen zu können, läuft man knapp 150 Meter zu einem Kiosk und um zu duschen fährt man zum Autorasthof, der mit dem Auto nicht weit

entfernt ist.

Zum Be- und Entladen darf man den Angelplatz anfahren, danach muss das Auto auf dem normalen Parkplatz abgestellt werden.

huette

Jetzt geht`s ran!
angelnNach knapp acht Monaten Wartezeit war es dann endlich soweit! Vom 01. bis 08. August 2014 war angeln angesagt. Bei der Ankunft wurde ich nett vom Sohn des Pächters und von Benno dem Bären – meinem Nachbarn für die kommende Woche- begrüßt. Wir unterhielten uns einige Zeit übers angeln und ich ließ mir ein paar Angelstellen zeigen. Danach war ich auf mich allein gestellt. Zuerst baute ich mein ganzes Tackle auf. Nachdem ich meine drei Ruten fertig montiert hatte, machte ich mich mit einem Klopfblei und ein Paar Markern bewaffnet, mit einem der zwei vorhandenen Boote auf eine Rundfahrt übers Gewässer um nach geeigneten Stellen zu suchen. Stellen die vielversprechend aussahen klopfte ich mit einem Klopfblei ab, um zu schauen ob sie auch unter Wasser interessant sind. Nachdem ich drei geeignete Spods gefunden hatte, machte ich mich rasch zurück an den Platz um die Ruten auszubringen. Die erste Rute, die ich mit einem Pfirsischboilie bestückt hatte, legte ich etwa 3 Meter vor einem Strand ab, ein bisschen Futter drauf und fertig! Die zweite Rute, an der ebenfalls ein Pfirsischboilie montiert war, legte ich in die Nähe eines gegenüberliegenden Spielplatzes an dem Mehrere Betonpfeiler rausragten. Aufgrund der Entfernung und den Hindernissen am Spod hatte ich an dieser Rute eine geflochtene Hauptschnur, in dem Fall die FOX Submerge mit monofiler Schlagschnur, die FOX Tapered Leader Camo gewählt, weil ich ansonsten Angst hatte, Fische aufgrund der Dehnung einer monofilen Hauptschnur verlieren zu können. Die dritte Rute legte ich am gegenüberliegenden Ufer unter Bäumen ab. Mit dem Klopfblei konnte ich ertasten, dass dort sehr harter Boden war. Perfekt! An dieser Rute hing ein sehr fischiger Boilie. Nachdem alle Ruten auf den Spods abgelegt waren hieß es warten! In dieser Zeit habe ich schon von den Karpfen und anderen Fischen geträumt, die ich hoffentlich bei dieser Session fangen würde. Dazu hatte ich in dieser Woche endlich die Möglichkeit meine neuen FOX Horizons so richtig einzuweihen. Nach dem ich noch einen Teller Ravioli und eine Tasse Tee zu Abend genoss legte ich mich schlafen, leider blieb der Bissanzeiger bis dahin stumm. Doch gegen 03 Uhr riss mich endlich der Micron RX aus dem Tiefschlaf. Voll motiviert rannte ich raus zu der Rute, die ich am Vortag vor dem Strand abgelegt hatte und nach einem unspektakulären Drill lag der erste Fisch dieser Session auf der Matte- ein 14 Pfund Spiegler -klein aber fein. Nachdem ich den Fisch versorgt hatte, legte ich mich wieder ins „Bett“. Knapp 1,5 Stunden später hatte ich erneut einen Run, diesmal am gegenüber liegendem Spielplatz.

karpfen

Nach dem Drill lag der nächste, ein 16 Pfund Spiegelkarpfen auf der Matte. Nach einer kurzen Fotosession verschwand auch dieser wieder im dunklen, trüben Nass. Danach blieb es still. Am nächsten Morgen brachte ich die Ruten wieder an die gleichen Spods aus. Danach frühstückte ich erst einmal ordentlich. Leider blieben an diesem Tag die Pieper still. „Was solls?!“ „die nächste Nacht bringt bestimmt Fisch!“ Ermutigte ich mich. Und so war es auch, denn kurz nachdem ich im „Bett“ lag- so gegen 22:00 Uhr- sprintete ich wieder zu der „Strandrute“. Diesmal fühlte sich der Fisch deutlich besser an als die zwei Kollegen in der vergangenen Nacht. Nach einem relativ langen Drill konnte ich einen wunderschönen Schuppi über den Kescherrand ziehen. Die Wage zeigte 30 Pfund an – Mein neuer PB. Ich schrie vor Freude und war endlos glücklich, damit hatte ich nicht gerechnet, vor allem nicht in der zweiten Nacht. In der gleichen Nacht konnte ich noch einen 20 Pfund Spiegler am „Spielplatz“ auf die Schuppen legen. Sonst blieb es still in dieser Nacht. Am nächsten Morgen brachte ich die Ruten wie immer neu aus. Allerdings legte ich die Montage unter den Bäumen an einen anderen Spod, der mir einen sehr guten Eindruck machte, da ich in den letzten zwei Tagen keine Aktion unter den Bäumen hatte. Der neue Platz war am Ablauf des Sees, ebenfalls war dort relativ harter Boden vorhanden. Neuer Spod neues Glück dachte ich mir zuversichtlich! Und ich legte auch noch die „Spielplatzrute“ auf gut Glück mit einem fischigen Boillie relativ nah von meinem Platz ab, da ich die Hoffnung hatte, an diesem Platz einen der zahlreichen Störe über den Tag landen zu können und es hat geklappt, gegen 16 Uhr lief die Rute ab und nach einem kurzen Drill hielt ich einen

fang

schönen Stör von zirka 1,20 Metern in den Armen. Jawoll! Gegen Abend legte ich aber auch die Rute wieder zum Spielplatz. In der Nacht konnte ich ebenfalls ein paar schöne Fische und unter anderem eine tolle Schleie von Fünf Pfund verhaften. Der nächste Tag blieb leider still. Aber auf die Nacht konnte ich mich wieder verlassen. Ich konnte einen Spiegler fangen der ebenfalls etwa 30 Pfund wog und meinen ersten Graser von knapp 16 Pfund konnte ich ebenfalls zum Landgang überreden. Am kommenden Tag konnte ich ein paar tolle Störe fangen und wieder in der Nacht noch einen Graskarpfen mit einem ähnlichen Gewicht. Am sechsten Tag gingen über den Tag wieder ein paar Störe an den Haken aber leider keine Karpfen. Das hat sich aber in der Nacht wieder geändert und zwar gewaltig! Denn ich konnte meinen PB noch einmal übertreffen mit einem traumhaften Spiegler von 34 Pfund. YEAH!!! Den Rest der Nacht musste ich nur noch von diesem Fisch träumen. Es war so schön. Und in der letzten Nacht machte ich noch einen wunderbaren Fang, denn ich konnte meinen ersten Koikarpfen in Orange mit einem Schwarzen Ton von etwa 30 Pfund, den einzigen, der in diesem See seine Bahnen zieht, überlisten. Das ist doch ein fantastischer Abschluss für diesen Angelurlaub.

zurueck

Fazit:
Das war eine der besten Wochen die ich jemals hatte, ich konnte meinen PB gleich doppelt knacken und meinen ersten Graskarpfen und Koikarpfen fangen. In dieser Woche konnte ich den Schluss ziehen, dass die Nacht definitiv besser läuft als der Tag an diesem See. Ich konnte insgesamt 13 Karpfen, 6 Störe, 2 Graskarpfen, 1 Koikarpfen und 2 Schleien fangen. Ich kann jedem Karpfenangler nur empfehlen, diesen See einmal zu besuchen. Es lohnt sich!

Niklas Kühnel (15)